Mediation ist ein freiwilliges, außergerichtliches Verfahren, welches einen konstruktiven Umgang mit Konflikten und die Gestaltung von zukunftsorientierten Lösungen ermöglicht. Ein*e allparteiliche*r Mediator*in unterstützt die Konfliktbeteiligten dabei, auf der Grundlage ihrer jeweiligen Interessen und Bedürfnisse selbst Lösungen zu entwickeln, die für alle Beteiligten akzeptabel und tragfähig sind:

  • Die Konfliktbeteiligten kommen zu schnellen, verlässlichen und sofort umsetzbaren Vereinbarungen, die alle nach vorne blicken lassen.
  • Durch die kooperative Lösungssuche entstehen oftmals völlig neue und innovative Ansätze.
  • Die gemeinsam erarbeiteten Lösungen basieren auf der gegenseitigen Anerkennung und Berücksichtigung der unterschiedlichen Interessen und Bedürfnisse, was sich positiv auf weitere Abläufe, den Umgang miteinander, die Zusammenarbeit bzw. auf die fortlaufenden Beziehungen und auswirkt.
  • Mediation fördert eine Veränderung der Kommunikation, gegenseitige Wertschätzung, bessere Verständigung und nicht zuletzt Humor.

Um einen effektiven und effizienten Austausch über die vielfältigen Interessen und Bedürfnisse der Beteiligten zu ermöglichen, ist es hilfreich, die Kommunikation durch die vorgegebenen Phasen und Schritte eines Mediationsverfahrens zu strukturieren. Im Alltag zeichnen sich Konfliktgespräche häufig dadurch aus, dass eine Person bereits konkrete Lösungen vorschlägt, während die andere Person noch überlegt, worum es eigentlich geht. Die prozessuale Steuerung des Ablaufs eines Mediationsverfahrens durch uns ermöglicht eine strukturierte und problembezogene Auseinandersetzung.

Wir untergliedern ein Mediationsverfahren in sechs Phasen:

Ausführliche Beschreibung der Phasen eines Mediationsverfahrens

Unter dem Leitgedanken „Flexibel in klaren Strukturen“ führen wir die Konfliktbeteiligten durch die verschiedenen Phasen der Mediation. Damit verändern sie die im Alltag erlernten, tief verwurzelten Gesprächsmuster, wo Menschen häufig bewerten, sich solidarisieren, interpretieren, bagatellisieren und sich aufgefordert sehen, Lösungsvorschläge anzubieten.

Im Ergebnis eines Mediationsverfahrens erreichen die Beteiligten häufig nicht nur eine konkrete Lösung für ihr zu lösendes Problem, vielmehr trägt das Verfahren oft zur Verbesserung der Beziehungen zwischen den Beteiligten bei.