Supervision dient der Analyse und Reflexion konkreter Erlebnisse und Erfahrungen und der Entwicklung von neuen Handlungsoptionen.

Bei dieser Form der Beratung geht es explizit darum, Ihr berufliches Handeln zu professionalisieren, Ihre berufliche Rolle optimal zu gestalten, Ihre Arbeitsqualität zu sichern und zu verbessern und darum, Ihnen Hilfestellungen bei der Bewältigung von als belastend wahrgenommenen Situationen zu geben. Im Zentrum einer Einzel-, Gruppen- oder Teamsupervision stehen somit die Entfaltung, die Entwicklung und die Verbesserung des beruflichen Handelns.

In der Supervision werden Fragen, Problemfelder, Konflikte und Fallbeispiele aus dem beruflichen Alltag thematisiert. Im gemeinsamen Reflexionsprozess wird das Augenmerk auf blinde Flecken, Ausgeblendetes, Paradoxien und vorherrschende mentale Modelle gerichtet. Weiterhin geht es dann darum, Strukturen, Zusammenhänge und Muster zu identifizieren und sichtbar zu machen, um neue Zugänge zu ermöglichen und neue Handlungsoptionen zu entwickeln.



Für ausgebildete Mediator*innen bieten wir Einzelsupervisionen gemäß der Verordnung über die Aus- und Fortbildung von zertifizierten Mediatoren (ZMediatAusbV) an.


Diese Geschichte der Kölschen Originale Tünnes und Schäl verdeutlicht das Prinzip der Supervision als Prinzip der Beobachtung 2. Ordnung:

Tünnes sagt zu Schäl: „Ich wäre so gern ein Vogel.“ Schäl fragt nach dem Warum. Tünnes erklärt: „Dann könnte ich fliegen und von oben beobachten, was wir hier unten tun.“ Worauf Schäl meint: „Dann wäre ich gerne zwei Vögel.“ Nun fragt Tünnes: „Warum?“ – „Dann könnte ich mich beobachten, wie ich fliege.“, antwortet Schäl. Tünnes steigert das Ganze und sagt: „Dann wäre ich gerne drei Vögel.“ – „Warum drei Vögel?“, will Schäl nun wissen. Tünnes antwortet: „Dann könnte ich hinter mir herfliegen und beobachten, wie ich beobachte, wie ich fliege.“

(Text: vgl. Heidi Neumann-Wirsig: Jedes Mal anders. 50 Supervisionsgeschichten und viele Möglichkeiten. 2017)